Frühstücksplatz Hasenhardt

Am 2. Grenzgangstag werden insgesamt 6,7 Kilometer Grenze begangen. Von der "Rauhe Wiesen" bis zum Frühstücksplatz "Hasenhardt" (siehe die obige Drohnenaufnahme von Jannis und Sven Müller) sind es 2,5 Kilometer Grenzstrecke; vom Frühstücksplatz bis zur Erlenmühle sind es 4,2 Kilometer Grenzstrecke. Der gesamte Grenzweg am Tag 2 enthält 196 Meter Steigung und 420 Meter Gefälle. Zusammen mit dem Hin- und Rückweg zur/von der Grenze beträgt die Gesamtmarschlänge am zweiten Tag 14,5 Kilometer.
Die Grenzsteine
Die Grenzbegehung am 2. Tag umfasst die Abschnitte Stein Nr. 44 - Stein Nr. 82 der Blumenhutsgrenze, sowie, nach der Waldrast, Blumenhutstein Nr. 83 - historischer Grenzstein Nr. 156. Die Marschstrecke am 2. Tag verläuft aufgrund des Teilungsvertrages von 1832 seit 1839 somit bis kurz nach dem 2. Frühstücksplatz auf der Blumenhutsgrenze. Dies bedeutet, dass sich auf dem oben abgebildeten Platz, welcher seit 1956 als Frühstücksplatz des 2. Grenzgangstages genutzt wird, kein historischer Grenzstein aus dem Jahr 1777 befindet. Bis zum Jahr 1950 rastete man ca. 500 Meter südöstlich, beim historischen Grenzstein Nr. 122 (siehe die Abbildung). Der Stein Nr. 122 wurde 1950 auch erneuert und diente in dem Grenzgangsjahr 1950 darüber hinaus als Huppchstein. Auf der Anrainerseite ist der Stein mit der Inschrift "H" versehen (für herrschaftlich). Die nordöstlich von der Blumenhutsgrenze verlaufende historische Gemarkungsgrenze enthält auch den Abschnitt mit dem längsten Abstand zwischen zwei Grenzsteinen (ca. 400 Meter zwischen Stein Nr. 70 und Nr. 71).
Die Hütte
Die Hütte auf dem heutigen 2. Frühstücksplatz (seit 1956) wurde von Männerführern des Grenzgangs 1977 erbaut; die entsprechende Genehmigung zum Bau wurde Ende des Jahres 1980 erteilt. Im Sommer 2024 wurde ein einer kleinen feierlichen Aktion die Schutzhütte in die Obhut der Burschenreiter und Burschenführer des Grenzgangs 2019 übergeben.
